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Für eine gesunde Umwelt!

für eine gesunde Umwelt!

Der Abwasserbetrieb Weimar wurde 1994 als Eigenbetrieb der Stadt Weimar gegründet und mit dem Betrieb, dem Ausbau und der Verwaltung der öffentlichen Abwasserbeseitigung betraut.

2014 wurde der Abwasserbetrieb Weimar mit den Aufgabenbereichen öffentliche Abfallbeseitigung und Betriebshof erweitert und führt seitdem den Namen „Kommunalservice Weimar“.

Der Kommunalservice Weimar als ein Betrieb der Daseinsvorsorge ist verantwortlich für die Sammlung, Ableitung und Reinigung der häuslichen und gewerblichen Abwässer im Stadtgebiet Weimar. 

 

Leistungen im Bereich Abwasser

Das Entsorgungsgebiet des Bereiches Abwasser umfasst etwa 85 km². In diesem Gebiet wurden zur Gewährleistung der öffentlichen Abwasserbeseitigung 3 Kläranlagen für insgesamt 101.500 Einwohnerwerte, 340 km Kanalnetz, etwa 29.000 m³ Regenrückhalteeinrichtungen und 13 Pumpwerke errichtet. Das Anlagevermögen zur Abwasserbeseitigung beträgt derzeit 85,9 Millionen Euro. 

Jährlich werden etwa 6 Millionen m³ Abwasser umweltgerecht gereinigt. Mit einem Investitionsvolumen von durchschnittlich 5 bis 6 Millionen Euro pro Jahr ist der Bereich Abwasser ein wichtiger und verlässlicher Wirtschaftsfaktor in der Stadt Weimar.

Regenüberlaufbecken "RÜB 4 - Hundewiese"

Das Entwässerungsnetz Weimars weist historisch bedingt ca. 70% Mischwasserkanäle auf. Diese erfordern zwingend Entlastungsbauwerke, die im Starkregenfall Regenwasser in die Vorflut abschlagen, um eine hydraulische Überbelastung der weiterführenden Kanäle und der Kläranlage zu vermeiden. Hauptvorflut für die Entlastungsbauwerke der Stadt ist die Ilm.

Das bestehende Entwässerungssystem umfasste nur wenig Speichervolumen für den Mischwasserabfluss, sodass die entlastete Schmutzfracht in den Vorfluter höher lag als der gesetzlich zulässige Wert. Dieser wurde im Generalentwässerungsplan (GEP 2013) für das gesamte Kanalnetz von Weimar ermittelt und ein Defizit von ca. 6.500 m³ Rückhaltevolumen errechnet.

Durch den Bau des RÜB 4 wurden davon 6.000 m³ neu geschaffen. Das Speichervolumen und die Schließung der beiden Regenüberläufe RÜ 5 und 6 führt zu einer Verringerung der Abwassermenge, die in die Ilm gelangt. Ein weiteres Becken mit 550 m³ soll an der Eduard-Rosenthal-Straße errichtet werden.

Das RÜB 4 wurde als unterirdisches Stahlbetonbecken mit 3 Kammern von jeweils 50 x 8 x 5 m errichtet. Die Gründungstiefe des Beckens beträgt ca. 8 m, im Bereich des Pumpenschachtes sind es ca. 10 m.

Vor dem Becken wurden 2 Hauptsammler der Stadt zusammengeführt, der sogenannte Parksammler und im Anschluss an den Ilmdüker der alte Innenstadtsammler. Für dessen perspektivische Erneuerung erfolgte bereits die Vorbereitung für die Anbindung in DN 2400.

Der Trockenwetter- bzw. Drosselabfluss zur Kläranlage sowie der Klär- und Beckenüberlauf in die Ilm sind im freien Gefälle möglich. Die Beckenentleerung erfolgt nach Ablauf des Starkregenereignisses mit Pumpen in den Mischwasserkanal. Die Beckenreinigung erfolgt über Spülkammern mit Schwallspülklappen. Dabei erfolgt die erste Spülung mit Mischwasser und die zweite mit Brauchwasser.

360°-Rundgang RÜB „Hundewiese"